Sind Leckerlies für Pferde die ideale Belohnung?

Leckerlies für Pferde – okay oder No-Go?

Sie sind gleichermaßen beliebt als auch umstritten, Pferdeleckerlies. Manche Reiter schwören auf diese Art von Belohnung oder Verwöhnen und andere wiederum sind strikt gegen die Gabe von Leckerlies für Pferde. So argumentiert die eine Seite, dass das Lob durch Leckerlies beim Training durch nichts anderes ersetzt werden könnte und die andere Seite sieht diese als äußerst ungesund an. Doch was ist denn jetzt richtig? Leckerlies für Pferde – okay oder No Go?

Es gibt eine Vielzahl der unterschiedlichsten Leckerlies für Pferde.

Von A wie Apfel bis Z wie Zucker

Wie auch beinahe bei jeder anderen Tierart, sind die Regale im Tierfachhandel voll von leckeren Belohnungen für Pferde. Erhältlich sind sie in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen und Sorten. In Verbindung mit Obst wie Bananen, Birnen, Karotten und Äpfeln kommen sie wie von Zauberhand aus den Ärmeln, Jacken oder Händen der Besitzer. Während das Pferd vor Begeisterung giert, werden im Hintergrund Stimmen laut, die diese Nahrungszugabe einfach nur überflüssig finden. Doch können Leckerlies für Pferde wirklich ein Zeichen der Zuneigung sein oder das Tier zu einer besseren Leistung animieren?

Wann Leckerlies für Pferde eingesetzt werden

Hat es seine Sache gut gemacht, dann soll das Pferd es bitteschön auch durch ein entsprechendes Leckerlie erfahren. Sogar die Spanische Hofreitschule teilt Pferdeleckerlies aus. Innerhalb einer Vorstellung kann das Publikum ganz genau sehen, dass das Tier von seiner Bezugsperson eine Belohnung bekommt, wenn dieses eine ganz besonders schwere Leistung erbracht hat. Des Weiteren sollen Leckerlies für Pferde das Vertrauensverhältnis zwischen Reiter und Pferd stärken. So soll sich das Tier durch die Anregung der Kautätigkeit sehr entspannen. In einer stressigen und angespannten Situation soll die „Süßigkeit“ fürs Pferd zu einer schnellen Entspannung führen.

Bestechen, motivieren oder gar nichts davon?

Für Pferde, die etwas machen sollen, ist Futter ein starkes Argument. So gibt es sogar Pferde, die Türen öffnen, über Zäune springen oder aus dem Stall ausbüxen, damit sie an etwas zu Essen kommen. Diesen Fakt machen sich auch Trainer von Wildtieren zu eigen, denn bei diesen besteht kaum Interesse, dass sie dem Menschen gefallen. Stehen jedoch Leckerlies in Aussicht, sehen sie sich zu den verrücktesten Kunststückchen hingerissen.

Auch während der Behandlung beim Tierarzt kommen Pferdeleckerlies sehr gerne zum Einsatz. Kommandos zu erlernen und zu befolgen, soll mit Leckerlies einfach besser funktionieren. Doch wenn ein Tier nicht will, dann will es nicht. Das kann auch mit keinem Leckerlie der Welt kompensiert werden, weshalb Pferdeleckerlies niemals als Bezahlung oder Bestechung angewendet werden sollten. Des Weiteren machen die süßen Belohnungen auch keinen Sinn, wenn das Tier aufgeregt oder verängstigt ist. In so einer Situation sind Leckerlies einfach komplett fehl am Platz.

Keine Alternative zur Erziehung

Pferdeleckerlies zu nutzen, damit ein Pferd Gehorsam zeigt und Kunststückchen zeigt, ist der falsche Weg, denn nur über eine entsprechende Erziehung sollten solche Ergebnisse erzielt werden. Das Tier sinnlos mit Belohnungen vollzustopfen, bewirkt genau das Gegenteil und andauerndes Knabbern an Jacke und Ärmel ist auch keine Zuneigung seitens des Pferdes, sondern einfach die Gier nach dem Futter.

Gesund oder ungesund?

Eine Vielzahl aller Pferdeleckerlies ist zusätzlich gesüßt mit Apfeltrester, Honig oder Melasse. Aber auch Obst kommt mit der entsprechenden Süße in die Mäuler der Pferde, denn der enthaltene Fruchtzucker ist nicht zu verachten. Aus diesem Grund gelten diese Leckerlies nicht gerade als gesund. Genau wie auch beim Menschen, macht zu viel Zucker auch das Pferd krank, wobei diese sogar noch anfälliger sind, wenn eine Stoffwechselstörung vorliegt. Die Häufigkeit der Gabe von Leckerlies muss der Halter selber genau abwägen. Wie oft bewerkstelligt das Tier schwere Aufgaben, welche Rasse ist es und wie häufig wird in der Woche trainiert? Die Dosis macht hier den Unterschied und natürlich auch die Häufigkeit der Gabe. Eventuell kann auch eine Anrechnung auf das tägliche Kraftfutter erfolgen.

Wie handhabst Du das so mit der Belohnung und den Leckerlies? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar 😉

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