Mash ist ein verdauungsförderndes Diätfutter.

Mash ist besonders lecker, appetitanregend und verdauungsfördernd

Ich füttere mittlerweile Mash 2 mal die Woche. Meine Stute liebt es, sich bis in die Augen und hinter die Ohren mit dem leckeren Brei zuzusauen 🙂

In diesem Beitrag möchte ich dem speziellen Diätfutter auf den Grund gehen. Was ist Mash genau? Warum solltest Du Mash füttern? Wieviel Mash ist gesund? Gibt es etwas Besonderes bei der Mash Fütterung zu beachten?

Mash gilt als Diätfutter.

Was ist Mash genau?

Es ist eine Sammelbezeichung für Diät- bzw. Ergänzungsfutter mit leicht abführender Wirkung. Es basiert in der Regel auf Weizenkleie, enthält oft noch andere gesunde Zutaten wie Leinsamen, Apfeltrester oder Karottenstückchen, Haferflocken, Bierhefe, Gerste, Mais etc. Das Diätfuttermittel ist kein vollwertiges Futtermittel, sondern eher eine Ergänzung für zwischendurch. Neben den hochwertigen nativen Vitalstoffen der Weizenkleie (Magnesium, Kalium, Selen, Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Vitamin E und B6) liefert die Kleie auch wichtige Schleimstoffe. Eingeweichte Weizenkleie regt daher die Verdauung des Pferdes an.

Leinsamen enthält viel wertvolle Öle, Linolsäure sowie Eiweiß, Schleimstoffe und Selen. Die im Samen enthaltenen Aminosäuren, ungesättigten Fettsäuren, Mineralstoffe und Vitamine ergänzen die natürliche Vitalstoffversorgung des Pferdes. Mit Leinsamen kann eine positive Wirkung für das Fell und die Verdauung erreicht werden. Leinsamen wirkt beruhigend auf die Magen-Darm-Schleimhäute, d.h. die Verdauung des Pferdes

Der schmackhafte Apfeltrester zeichnet sich durch seinen hohen Pektingehalt aus, der als Ballaststoff – ebenso wie die Bierhefe – die Magen- und Darmflora fördert. Außerdem ist der Apfeltrester reich an Vitaminen, vor allem Vitamin C und E.

Warum solltest Du Deinem Pferd Mash füttern?

Es gibt viele gute Gründe Deinem Pferd Mash als Ergänzung zu füttern: bei Kolik anfälligen Pferden (bzw. generell bei Magenproblemen oder Darmbeschwerden), als spezielles Diätfutter, als warme Mahlzeit für Dein Pferd im Winter oder einfach als Belohnung zwischendurch. Außerdem ist es allgemein als appetit- und verdauungsförderndes Pferdefutter bekannt.

Da Mash sehr leicht verdaulich ist und auch die Verdauung anregt, zugleich aber auch eine sehr einergiereiche Zusammensetzung aufweist, wird es oft eingesetzt, um kranke und schwache Pferde aufzubauen. Mash ist aber auch ideal, um Dein Pferd nach einem anstrengenden Turnier, Training oder umfangreichen Ausritt zu stärken und mit neuer Energie zu versorgen. Durch die gute Verdaulichkeit von Mash wird der Verdauungskanal nicht zusätzlich belastet und die Nährstoffe können besser von dem Pferd aufgenommen und verwertet werden. Die im Mash enthaltenen Öle sind zusätzlich gut für die Darmflora des Pferdes.

Auch der Fellwechsel ist immer eine besondere Belastung für den Pferdekörper, da der Vorgang viel Energie benötigt. Diesen erhöhten Energiebedarf zweimal im Jahr kannst Du durch die Fütterung von Mash decken.

Ältere Pferde profitieren ebenfalls sehr von der Fütterung von Mash, da die breiige Konsistenz auch sehr gut von Pferden mit eventuellen Zahn- oder Kauproblemen aufgenommen werden kann. Es unterstützt die Senioren, ebenso wie kranke Pferde bzw. Pferde in Rehabilitation, bei einer gesunden Gewichtzunahme und gegen einen körperlichen Abbau.

Wie oft sollte Mash gefüttert werden?

Mash sollte im Durchschnitt maximal 2 mal pro Woche gefüttert werden. Bei Pferden mit der Neigung zu Koliken oder bei abgemagerten Pferden können sich nach Rücksprache mit dem Tierarzt auch andere Mengen ergeben.

Da der Phosphorgehalt in der Weizenkleie den Gehalt an Calcium im Mash um das ca. 7-fache übersteigt, kann bei einer zu häufigen Fütterung von Mash das Phosphor-Calcium- Verhältnis gestört werden. Du solltest daher immer auf eine ausreichende Versorgung mit Calcium (Mineralfutter) achten.

Eng verwandt mit dem hohen Phosphorgehalt in der Weizenkleie ist das Phytin, welches die Aufnahme von Zink im Darm hemmen kann. Bei einer übermäßigen Fütterung von Mash kann daher auch ein Zinkmangel auftreten.

Die Menge pro Futterportion ist jeweils auf der Verpackung angegeben und hängt von dem Gewicht des Pferdes ab. Außerdem kann sie je nach Hersteller und Zusammensetzung des Mashs variieren. Als Faustregel möchte ich nennen: 100 bis 200 Gramm pro 100 kg Körpergewicht und pro Tag.

Was gibt es bei der Fütterung von Mash zu beachten?

Der Aufguss mit Wasser sollte nicht zu heiß sein (höchstens 50 Grad), da sonst die enthaltenen Vitamine verloren gehen können. Viele Mashsorten kann man heutzutage sogar kalt ansetzen. Das Mash sollte 20-30 Minunten Zeit haben, zu quellen. In dieser Zeit können sich die Schleimstoffe entfalten und gleichzeitig erhöht sich die Dünndarmverdaulichkeit und Futterverwertung. Du solltest darauf achten, dass der Futterbrei bei der Fütterung nur noch handwarm ist. Pferde sind im Maul weitaus hitzeempfindlicher als wir Menschen. Ob das Mash am Ende ausgekühlt oder noch handwarm verfüttert wird, ist unerheblich – hier kann man je nach Vorliebe des zu fütternden Pferdes vorgehen und auch eventuell etwas die Außentemperaturen im Blick behalten. Wer hat schon Lust auf eine warme Mahlzeit bei 30 Grad im Schatten?

Bei der Konsistenz ist darauf zu achten, dass sie breiiger Form ist und nicht zu suppig. Bei „suppiger“ Konsistenz passiert das Futter zu schnell die Darmpassage und es kann zu Verdauungsstörungen kommen.

Die notwendige Wassermenge ist ebenfalls der Futterverpackung zu entnehmen. Aber auch hier möchte ich eine Faustregel, nämlich das 1- bis 1,5-fache der Futtermenge, mit auf den Weg geben.

Mash, beziehungsweise die enthaltene Kleie ist sehr anfällig für Verderb und riecht schnell muffig. Mash-Säcke sind daher auch nicht so lange haltbar wie anderes Kraftfutter und sollten am besten innerhalb von drei Monaten verfüttert werden. Aus Erfahrung kann ich berichten, dass ein handelsüblicher 15 kg-Sack bei der Fütterung eines einzelnen Pferdes – 2mal die Woche – einfach zu lange offen steht. Ich bin mittlerweile auf 5 kg-Eimer umgestiegen. Diese sind zwar wesentlich kostspieliger, aber ich kann mir sicher sein, dass ich einwandreies Mash verfüttere.

Meine persönliche Empfehlung in Sachen Mash

Früher habe ich eigentlich regelmäßig das Irish Mash von St. Hippolyt gefüttert. Meine Stute hat es sehr genossen und sie sah auch richtig gut aus… Figur, Fell etc. Die Verdauung meines Pferdes mit Kolikvergangenheit hat es auf jeden Fall positiv beeinflusst. Ich kann also nur Gutes berichten.


Irish Mash von St. Hippolyt
5 kg oder 15 kg Irish Mash ist sehr zu empfehlen.

In der Zwischenzeit habe ich in Erfahrung gebracht, dass auch Mash getreide- und melassefrei angeboten wird. Da ich mittlerweile zur komplett getreide- und melassefreien Ernährung meines Pferdes übergeganben bin, habe ich zum Glyx Mash von St. Hippolyt gewechselt. Das Mash riecht ansprechend nach Apfel und wird von meinem Pony sehr gut angenommen. Man sieht, wie es ihr schmeckt und es bekommt ihr auch sehr gut. Anstatt der oben genannten Weizenkleie basiert das Glyx Mash auf Reiskleie. Glyx Mash ist die melasse- und getreidefreie Alternative.Ich kann es nur jedem empfehlen, dessen Pferd mit Stoffwechselkrankheiten oder Verdauungsstörungen zu kämpfen hat.

Glyx Mash von St. Hippolyt
5 kg oder 15 kg

Und nun ganz viel Spaß Dir und vor allem Deinem Pferd beim Mash Füttern! Erfahrungsberichte sind, wie immer, jederzeit willkommen!


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